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Salı, Ekim 27, 2020

Deutliche Preissenkung für Schülerinnen und Schüler– ÖPNV-Angebot wird weiter ausgebaut

Symbolbild: Shutterstock.com

Auf dem Weg zum Hamburg-Takt und im Zuge der Mobilitätswende baut der HVV den ÖPNV auch in den kommenden Jahren mit längeren Zügen, neuen Schnellbahnlinien und Haltestellen weiter aus – und macht seine Fahrpreise insbesondere für Kinder und Jugendliche deutlich attraktiver.

Elbe Express / Haber Merkezi

So wird es in Hamburg ab dem Schuljahr 2021 eine vergünstigte Bonus-Karte für Schülerinnen und Schüler für 30,- Euro/Monat geben, die die Stadt mit 10 Millionen Euro jährlich bezuschusst und mit der eine Angleichung an das BonusTicket für Azubis vorgenommen wird. Zusätzlich wird die Kindertageskarte ab 2021 ganztägig gültig sein. Die Online-Vertriebswege werden weiter gestärkt: Der zunächst bis Jahresende von 3 auf 7 Prozent angehobene Online-Rabatt für Einzel- und Tageskarten steht Kundinnen und Kunden ab 2021 dauerhaft zur Verfügung. Damit werden alle Einzelkarten beim Wechsel vom Bar- zum Onlineverkauf günstiger – einige sogar so günstig wie zuletzt 2015. Die Tarifanpassung der anderen Karten liegt bei durchschnittlich 1,4 Prozent, der Inflationsrate des Jahres 2019 – und damit deutlich unter den tatsächlichen Kostensteigerungen der Verkehrsunternehmen. Diese werden zu einem Großteil von den öffentlichen Haushalten getragen und ausgeglichen.

Verkehrssenator Tjarks Bild: Daniel Reinhardt/Senatskanzlei

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Der ÖPNV ist ein wichtiger und unverzichtbarer Baustein für die Mobilitätswende in Hamburg. Deshalb werden wir das Leistungsangebot weiter verbessern und ausweiten sowie die Außenbezirke der Stadt gut anbinden. Ziel ist es, dass mittelfristig alle Hamburgerinnen und Hamburger binnen fünf Minuten Zugang zu einem öffentlichen Verkehrsangebot haben – egal ob Bus, Bahn, Carsharing oder StadtRAD. Damit der HVV für alle Menschen attraktiv bleibt, ist es wichtig, dass die Preise angemessen bleiben. Das gilt insbesondere für Familien: Der HVV macht mit einer deutlich vergünstigten Schülerkarte ein attraktives Angebot. Deshalb übernimmt die Stadt auch in diesem Jahr den Großteil der Kostensteigerungen und bezuschusst neben den Tickets für Azubis künftig auch ein vergünstigtes Ticket für die Schülerinnen und Schüler mit Wohnort Hamburg ab dem kommenden Schuljahr.“

Bonuskarte für Schülerinnen und Schüler/Kindertageskarte vergünstigt

Um Familien deutlich zu entlasten, wird es zu Beginn des Schuljahres am 01. August 2021 für in Hamburg wohnhafte Schülerinnen und Schüler eine Bonuskarte zum einheitlichen Preis von 30,- Euro geben. Damit findet eine Angleichung zum BonusTicket für Azubis statt. Die Karte ist im Bereich Hamburg AB gültig. Die Stadt Hamburg bezuschusst das neue vergünstigte Schüler-Bonus-Ticket mit jährlich 10 Millionen Euro. Erweitert wird das Angebot um die Ganztageskarte Kind Hamburg AB. Statt ab 9 Uhr können Kinder künftig mit dem neuen Angebot ganztägig den HVV nutzen, der Preis bleibt unverändert und entspricht der vormaligen 9-Uhr-Kindertageskarte.

Dauerhafte Online-Rabatte

Ab 2021 wird es dauerhaft den von 3 auf 7 Prozent angehobenen Online-Rabatt geben. Dieser wird aktuell aus der temporären Mehrwertsteuersenkung finanziert und war bis dato zunächst bis Jahresende vorgesehen. Er wirkt sich preissenkend auf Einzel- und Tageskarten aus, die von den Kundinnen und Kunden per App oder im Online-Shop gekauft werden. Im Ergebnis werden damit diese Karten spürbar günstiger als die Einzel- und Tageskarten, die 2020 im Barverkauf erworben werden konnten. Eine Einzelkarte Hamburg AB kostet dann beispielsweise nur noch 3,16 Euro und ist damit so günstig wie zuletzt im Jahr 2015.

Weitere Verbesserung des Leistungsangebots im HVV

Die Verkehrsunternehmen im HVV haben insbesondere in den vergangenen Monaten viel geleistet: Trotz coronabedingten Fahrgastrückgängen von bis zu 70 Prozent wurde das Fahrplanangebot nahezu vollständig aufrechterhalten und teils sogar verstärkt. So konnten seit Beginn der Pandemie mindestens 85 Prozent der Verkehrsleistungen aufrechterhalten werden (lediglich Schulverkehrsleistungen wurden während des Zeitraums der Schulschließungen nicht erbracht). Auf diese Weise sollte gewährleistet werden, dass alle Fahrgäste die geltenden Abstandsregelungen einhalten und weiterhin den ÖPNV als sicheres Transportmittel nutzen konnten. Bereits seit Mitte Mai gilt wieder der Regelbetrieb.

Gleichzeitig sind umfangreiche zusätzliche Hygiene- und Schutzkonzepte umgesetzt worden, etwa die Ausrüstung der Busse mit Trennscheiben und mobile Hygieneteams, die täglich in den Fahrzeugen und an den Haltestellen unterwegs sind. Bei Bussen, den ET490-Zügen der S-Bahn sowie den U-Bahn-Modellen DT5 öffnen alle Türen automatisch, im August sind auch alle U-Bahn-Modelle des Typs DT4 mit der Software umgerüstet worden. Die Kontrollen der Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und im fahrkartenpflichtigen Bereich wurden verstärkt.

Trotz der noch unter dem Vorjahresniveau liegenden Fahrgastzahlen und entsprechend auch niedrigeren Fahrgeldeinnahmen bleibt die oberste Prämisse, die Attraktivität des ÖPNV weiter deutlich zu steigern, der Ausbau des HVV-Angebots wird weiter konsequent fortgesetzt. Jüngstes Beispiel: Seit August ist mit der X22 eine weitere XpressBus-Linie als schnelle Tangentialverbindung zwischen Jenfeld und Lokstedt unterwegs – die insgesamt achte im HVV-Angebot.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 wird erneut ein umfangreiches Paket zusätzlicher Leistungen auf die Schiene und die Straße gebracht. Dazu gehören beispielsweise längere Züge und zusätzliche Fahrten bei U- und S-Bahn, neue zuschlagfreie Buslinien auf bisherigen SchnellBus-Strecken, zahlreiche Verbesserungen im Regionalverkehr und nicht zuletzt im Busverkehr im Hamburger Umland.

Auf dem Weg zum Hamburg-Takt werden in den kommenden Jahren neue Schnellbahnlinien gebaut, längere Züge eingerichtet, Takte weiter verdichtet und über 600 neue Haltestellen eingerichtet. Außerdem werden alle Busse in Hamburg sukzessive auf elektrischen Antrieb umgestellt und damit leiser sowie emissionsfrei. Insgesamt sind für die kommenden 20 Jahre 35 neue Bahnhöfe in Hamburg geplant, die viele weitere Stadtteile ans Schienennetz anschließen.

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